"Reflektorische Schmerztherapie"

 

Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bei einer Reihe von akuten oder chronisch rezidivierenden Krankheitsbildern wie z.B. HWS-/BWS-/LWS-Syndromen, Schulter-Arm-Syndrom, Kopfschmerzen,  Epicondylitis humeri, Chondropathia patellae oder auch anhaltende postoperative Beschwerden stellen oft eine zentralnervös organisierte Schutzreaktion dar, welche von weit entfernt liegenden Störfaktoren hervorgerufen werden können.

Ziel der "Reflektorischen Schmerztherapie“ ist es, diese Störfaktoren wie z.B. muskuläre Kontrakturen und Überlastungen, Narben, Bandscheibenvorfälle, Entzündungen u.v.a.m. im Rahmen einer speziellen "Kopf-bis-Fuß-Analyse“ von Haltung und Bewegung aufzufinden. Sind die Störfaktoren einmal gefunden, können ursachenspezifische Behandlungsansätze als Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapie abgeleitet werden.

Dieses Diagnostik- und Therapiekonzept beruht auf den Erkenntnissen des Schweizer Neurologen und Psychiaters Alois Brügger († 2001). Im Rahmen seiner Forschung in der Neurologie, Neurochirurgie, Psychiatrie, Rheumatologie und Physikalischen Therapie beschäftigte er sich seit den 1950er Jahren mit der Erforschung der "Funktionskrankheiten des Bewegungsapparates“ und prägte 1956 den Begriff des "Pseudoradikulären Syndroms“. Anhand der hierbei beschriebenen patho-neuro-physiologischen Mechanismen können neben einer Vielzahl von Beschwerden an Gelenken und Wirbelsäule auch  vegetative Funktionsstörungen erklärt werden.