Fortbildung für Ärztinnen und Ärzte am 26.+27. Februar 2027 in Dresden
Diagnostik und Therapie von reflektorischen Schmerzursachen
des Bewegungssystems in der Arztpraxis
Zum Konzept
Chronische bzw. rezidivierende Schmerzen oder Beschwerden im Bewegungssystem führen zu häufigen Beratungsanlässen in den Arztpraxen. Bei der Untersuchung und Behandlung steht meist der Körperteil im Fokus, wo die Schmerzen auftreten, z. B. die Halswirbelsäule: Es erfolgt eine Untersuchung der HWS via MRT, die Diagnose benennt die Schmerzregion nach ICD 10 (z. B. M53.82 HWS-Syndrom) und als Heilmittel wird Fango, Manuelle Therapie oder Massage in der Halsregion verordnet. Eine anhaltende Besserung der Beschwerden ist so oft nicht zu erreichen.
Grund hierfür ist, dass die beklagten Krankheitssymptome (z.B. Nackenschmerzen) häufig durch im ZNS organisierte reflektorische Schutzprogramme mitbestimmt oder gar vorgetäuscht werden. Dabei sind die eigentlichen Ursachen (z.B. Verkürzung der Fußmuskeln) oft entfernt vom Beschwerdeort (z.B. Nacken) lokalisiert.
→ Erst wenn die Ursache behoben ist, kann eine anhaltende Linderung der Beschwerden erwartet werden!
Das nachfolgend angebotene Untersuchungs- und Therapiekonzept ist v. a. auf die Erkenntnisse des Schweizer Neurologen und Psychiaters Alois Brügger (1920-2001) zurückzuführen. Er prägte erstmals den Begriff des „pseudoradikulären Syndroms“ und ermöglichte durch seine Forschungen zum Bewegungssystem die Differenzierung von radikulären vs. pseudoradikulären Schmerzen und ebenso die Differenzierung von lokalen (z. B. Arthrose-Schmerzen) vs. reflektorisch verursachten Muskel- und Gelenkschmerzen.
Ziele der Fortbildung sind:
• erlernen von Analyse- und Untersuchungstechniken zur Ermittlung von reflektorischen Schmerzursachen
• erstellen von ursachenbasierten Diagnosen nach ICD 10 sowie Heilmittelverordnungen, z. B. Physiotherapie, die sich am Ort und der Art der Ursache orientiert anstatt an dem schmerzenden Körperteil
• therapeutische Anwendungen in der Arztpraxis im Sinne eines kausalen Ansatzes
Zu meiner Person: Mit der Analyse und Therapie reflektorischer Schmerzursachen im Bewegungssystem beschäftige ich mich seit drei Jahrzehnten als Physiotherapeutin, Ärztin in der Klinik und in eigener ambulanter Praxis, in Lehrtätigkeit sowie als Autorin des Buches „Reflektorische Schmerzursachen des Bewegungssystems, NUMMER 1: DIE BAUCHREGION“ (ISBN 978-3-9828242-7-7). Durch stetige Anwendung bei Patienten der Orthopädie, Traumatologie, Neurologie, Inneren Medizin, Pädiatrie sowie mit Querschnittlähmung hat sich, in Kombination mit weiteren Verfahren, ein speziell für die Arztpraxis modifiziertes Analyse- und Therapiekonzept etabliert. Die daraus abgeleiteten kausalen Therapieansätze zeigen sich vornehmlich erfolgversprechend bzgl. einer andauernden Beschwerdelinderung.
Das erwartet Sie zur zweitägigen Fortbildung:
• theoretische Grundlagen: Patho-Neurophysiologie zentralnervös organisierter reflektorischer Schmerzen
• Übungen zur Interpretation von Krankheitssymptomen im Sinne zentralnervös organisierter Schutzprogramme
• Biomechanik der aufrechten Körperhaltung und sich hieraus ableitende gesundheitsfördernde Aspekte
• viele praktische Übungen in Partner- und Gruppenarbeit: Analyse, Untersuchungen, ärztliche Behandlungen
• Patientenvideos
| Datum |
Freitag, 26.02.2027 (15.00 - 18.30 Uhr) - Samstag, 27.02.2027 (9.00 - 17.00 Uhr) | |
| Ort |
Facharztpraxis für Physikalische und Rehabilitative Medizin (Ärztehaus Leuben) |
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| Referentin |
Dr. med. Heike Steglich Fachärztin für Physikalische und Rehabilitative Medizin |
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| Kosten |
320,00 EUR |
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Zertifizierung |
Fortbildungspunkte der Sächsischen Landesärztekammer werden beantragt | |
| Informationen und Anmeldung |
Facharztpraxis Dr. med. Heike Steglich, Zamenhofstraße 65, 01257 Dresden, |






